Navigation überspringen

Methodische Kompetenz

Der Baustein "Methodische Kompetenz"

Im Zentrum des Bausteins "Methodische Kompetenz" stehen die folgenden Kompetenzen:

2P-Methodische Kompetenz Untertests


Wissenschaftliche Grundlagen

Unter "Kompetenzen" werden persönliche Voraussetzungen (Dispositionen) verstanden, die es ermöglichen, in einer Situation selbstorganisiert zu handeln. Nicht das Wissen, sondern dessen Anwendung steht im Vordergrund. Daneben umfassen Kompetenzen aber auch Emotionen, Einstellungen, Erfahrungen, Antriebe, Werte und Normen (vgl. Erpenbeck & von Rosenstiel, 2007).
Diese persönlichen Voraussetzungen können nach Erpenbeck und Sauter (2000) in folgende vier Kompetenzbereiche gegliedert werden:

  • Methodenkompetenz;
  • Sozial-kommunikative Kompetenz;
  • Personale Kompetenz;
  • Aktivitäts- und Handlungskompetenz.

Unter "Methodenkompetenz" versteht man die Fähigkeit, Situationen durch den Einsatz von fachlichem und methodischem Wissen zu bewältigen.

Im Baustein "Methodische Kompetenz" werden die Konstrukte "Planungsfähigkeit" und "Problemlösefähigkeit" erfasst. Um darüber hinaus u. a. in Bezug auf die Lernregulation der neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern weitere Aufschlüsse zu erhalten, wird überdies die Selbststeuerungskompetenz erhoben, die dem Bereich "Personale Kompetenz" zuzuordnen ist.  

  • Unter "Selbststeuerung" versteht man die Fähigkeit eines Menschen, das eigene Verhalten zu beobachten, zu bewerten, gezielt zu verstärken und an eigenen Zielen flexibel auszurichten. Im Zusammenhang mit Lernprozessen umfasst diese Kompetenz die eigene Lernregulation. Es handelt sich um die Fähigkeit, sich flexibel den Anforderungen der Situation anpassen sowie frei von externen Einflüssen die eigenen Handlungen organisieren und umsetzten zu können. Ebenso beinhaltet dies bei der Entscheidung für eine Handlung, eigene und fremde Bedürfnisse zu berücksichtigen und zu integrieren.
  • "Planungsfähigkeit" als eine Funktionskomponente der kognitiven Selbstkontrolle meint die Analyse sowie konkrete Festlegung einzelner Handlungsschritte vor der Ausführung einer zielbezogenen Aktivität. Es handelt sich um die Fähigkeit, eine Handlungsabfolge gedanklich vorausschauend anhand vorgegebener Regeln zu strukturieren und zu systematisieren, um ein definiertes Ziel zu erreichen.
  • "Problemlösefähigkeit" ist definiert als die Fähigkeit einer Person, kognitive Prozesse zu nutzen, um sich mit realen, fächerübergreifenden Problemstellungen auseinanderzusetzen, bei denen der Lösungsweg nicht unmittelbar erkennbar ist, und sie zu lösen. Es handelt sich um die Fähigkeit, eine vermittelnde Handlung auszuführen, die einen unerwünschten Ausgangszustand in einen erwünschten Zielzustand überführt, wobei der Lösungsweg nicht von vorneherein erkennbar ist oder routiniert durchgeführt werden kann. "Problemösefähigkeit" erfordert die Erfassung der Problemstellung, das Generieren von Lösungsstrategien, die Entscheidung zugunsten des optimalen Lösungsansatzes sowie eventuelle Modifikationen des Lösungsansatzes, wenn dieser nicht den gewünschten Zielzustand erzeugt.

Eine 2P-Methodische-Kompetenz-Testung benötigt ein Zeitfenster von einer Schulstunde (45 Minuten) und wird webbasiert mittels digitaler Endgeräte durchgeführt (PC, Laptop, Tablet). Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten dabei nacheinander je einen Untertest zu den drei oben genannten Fähigkeiten, bevor die Auswertung automatisiert durch die Software vorgenommen wird.

Weitere Informationen zum Baustein "Methodische Kompetenz" finden Sie in der 2P-Verfahrensbeschreibung (PDF).

 

Unsere Webseite verwendet nur Cookies, die technisch notwendig sind und keine Informationen an Dritte weitergeben. Für diese Cookies ist keine Einwilligung erforderlich.
Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.